Der Ballungsraum Stockholm hat fast 2 Millionen Einwohner und bezeichnet sich stolz als Hauptstadt Skandinaviens. Die Stadt erstreckt sich über 14 Inseln und nennt einen der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Europas (die Insel Gamla stan) ihr eigen. Sie gilt als eine der schönsten Städte der Welt.
Drei Jahre werde ich hier leben und arbeiten. In diesem Blog schreibe ich über meine Erlebnisse in Schweden.

Dienstag, 15. April 2008

Wohnungssuche in Stockholm

Eine der Eigenheiten von Schweden ist der regulierte Wohnungsmarkt: Die Höhe der Mieten wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Gleichzeitig haben sich die Preise für Eigentumswohnungen in den letzten Jahren steil nach oben bewegt, eine Wohnung in guter Lage hat sich in den letzten fünf Jahren im Wert fast verdoppelt. Natürlich ist der Anreiz, eine Wohnung zu vermieten dadurch nicht besonders stark, es ist lohnender die Wohnung gleich zu verkaufen.

Zusätzlich kompliziert wird der Mietmarkt dadurch, dass Wohnungseigentümer ihre Wohnungen nur unter bestimmten Bedingungen vermieten dürfen, so zählt z.B. eine zeitweiliger Auslandsaufenthalt als Grund. Wer mieten will, muss auf eine frei werdende regulierte Wohnung warten (zur Zeit Wartezeiten bis zu 10 Jahre) oder sich eine Wohnung im sogenannten Zweitmarkt mieten. Hier werden Wohnungen mit grosszügigen Mietaufschlägen untervermietet oder das Recht auf den Einzug in eine günstige Mietwohnung wird für Bares verkauft. Das ist am Rande der Legalität und es hat in letzter Zeit vermehrt Gerichtsurteile gegeben, die diese Praxis als Mietwucher verurteilen.

Im August letzten Jahres habe ich begonnen mir eine Wohnung zu suchen. Nach und nach habe ich mir zwischen 30 und 40 Wohnungen angeschaut, die meisten sind von recht geringem Standard und hoffnungslos überteuert. Im November bin ich schliesslich nach Stockholm gezogen, habe erst in einem Hotel und dann in einem Ein-Zimmer Appartment in der historischen Altstadt gewohnt. Glücklicherweise bot mir nach einigen Wochen ein Arbeitskollege eine Traumwohnung in bester Lage an. Seit Januar lebe ich nun mitten im lebhaften Ausgehviertel Birkastan, von meiner Dachterasse blicke ich genau nach Süden über das komplette Stadtzentrum. Der Sommer kann kommen!

Ralf

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Sonntag, 13. April 2008

Jag talar bara liten svenska.

Tjena!

Mein erster Post im neuen Blog: so ähnlich muss sich ein Schriftsteller vor dem berühmten leeren Blatt Papier fühlen. Eine weitere Parallele zum verhinderten Schriftsteller drängt sich mir auf: ich habe keine Leser. Also kann ich munter drauf los schreiben, die Folgen werden überschaubar bleiben...

Mein grösstes Problem nach fünf Monaten bleibt die Sprache: Trotz Einzelunterricht lassen meine Fortschritte zu wünschen übrig. Das liegt zum grossen Teil daran, dass die überwiegende Mehrzahl der Schweden hervorragend Englisch spricht und ich somit selten gezwungen bin Schwedisch zu sprechen. Mittlerweile kann ich recht gut Schwedisch lesen und habe sogar eine Tageszeitung abonniert. Zur Konversation reicht mein Wortschatz jedoch noch nicht aus, und bei meinem etwas lauen Lerneifer wird sich das auch in den nächsten Wochen oder Monaten nicht entscheidend ändern.

Nun habe ich mir ein schwedisches Kinderbuch gekauft: Mästerdetektiven Blomkvist. Vielleicht hilft mir das auf die Sprünge?

Vi hörs!

Raffe

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