Mittwoch, 20. Januar 2010

Stockholm Love 2010

Erst gestern habe ich über die bevorstehenden Festlichkeiten zur königlichen Hochzeit berichtet und schon gibt es Streit.

Der selbst ernannte "Sprachpolizist" Björn Ohlson hat die Stadt Stockholm als Festausrichterin beim Ombudsmann angezeigt - wegen Verstoßes gegen spraklågen, dem neuen Sprachgesetz. Dieses Gesetz ist im Juli 2009 in Kraft getreten und bestimmt, daß die öffentlichen Körperschaften besondere Verantwortung für Gebrauch und Pflege der schwedischen Sprache haben. Ohlson und sein Nätverket Språkförsvaret (Netzwerk zur Verteidigung der Sprache) haben seit Inkrafttreten des Gesetzes bereits mehrere andere Städte und Körperschaften angezeigt - bislang ohne Konsequenz.

Heute morgen hörte ich eine Umfrage im Radio, dabei sprach sich die Mehrheit der Anrufer für eine Umbenennung in "Stockholm Kärlek 2010" aus. Die Verteidiger der englischen Namenswahl weisen auf die vielen internationalen Besucher hin (ich habe immer noch kein Gebot für meine Wohnung bekommen), während die Gegener davon sprechen, daß sich der Titel "Love 2010" wie eine Reality Show im Privatfernsehen anhört - dem kann ich nicht wirklich widersprechen.

> SvD.se: Love 2010 JO-anmäls (Svenska Dagbladet: Love 2010 beim Ombudsmann angezeigt)

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