Nun hatte Bajen, wie der Verein Hammarby aus dem Stockholmer Arbeiter- und Künstlerstadtteil Södermalm im Volksmund genannt wird, in den letzten Jahren wahrlich nicht viel zu feiern: die Eishockey Abteilung ging 2008 in Konkurs während die Fussballmannschaft letztes Jahr aus der Allsvenskan absteigen musste. Zur Zeit scheint der Verein nur in Bandy und Handball konkurrenzfähig zu sein. Und so ziehen die Bajenfans heute nach Uppsala, wo das Bandy Finale traditionell gespielt wird. Bereits um 9:00 Uhr konnte ich grün-weisse Fahnen schwenkende Hammarby-Fans am Stockholmer Hauptbahnhof beobachten.
Der heutige Gegner aus dem Bandydorf Bollnäs scheint auf jeden Fall schlagbar, immerhin ist Hammarby amtierender Bandy Weltpokalsieger. Doch die letzten sieben Finalteilnahmen verlor Hammarby alle - davon sechs in den vergangenen zehn Jahren.
Nachtrag 19:30 Uhr: Das Finale wurde von starkem Schneefall beeinträchtigt und musste zweimal zum Schneeräumen unterbrochen werden. Ich habe versucht dem Spiel am Fernseher zu folgen, habe es aber nicht geschafft den Überblick zu behalten. Nach dem Spiel gab Sportministerin Lena Adelsohn Liljeroth bekannt, dass der Bau neuer Bandyhallen weiter voran getrieben werden soll, bereits 2012 erwartet sie 15 solcher Hallen in Betrieb. Ab 2013 soll dann die komplette Elitserie in Hallen gespielt werden.
P.S.: Hammarby gewann 3:1 und ist damit svenska mästare. Bilder gibt es hier.





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